Reisekreditkarten: So umgehen Sie die Fremdwährungs-Falle
Wer seinen Urlaub außerhalb der Euro-Zone (z.B. in der Türkei, in Asien oder den USA) verbringt, tappt beim Bezahlen und Geldabheben oft ungewollt in eine teure Kostenfalle. Traditionelle Banken und Sparkassen berechnen für die Umrechnung in Fremdwährungen fast immer ein Auslandseinsatzentgelt (ca. 1,75 % - 2,00 %) sowie saftige Pauschalgebühren am Geldautomaten.
Mit einer speziellen Reisekreditkarte gehören diese Sorgen der Vergangenheit an. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie am Geldautomaten die fiese "DCC-Umrechnungsfalle" umgehen, welche Gebühren Ihre aktuelle Bank Ihnen aufbürdet und mit welchen kostenlosen Kreditkarten Sie weltweit gebührenfrei an Bargeld kommen.
Fremdwährungs-Rechner starten
Wählen Sie Ihr Reiseland, um die versteckten Bankgebühren für Ihr Budget zu berechnen (100% kostenlos):
Damit Ihre Reisekasse geschont bleibt und Ihre Karten im Ausland einwandfrei funktionieren, arbeiten Sie diese Punkte vor dem Abflug ab:
Checkliste: Finanzen & Karten im Ausland
Reisekreditkarte rechtzeitig beantragen: Beantragen Sie eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte (z.B. Barclays, DKB, TF Bank) spätestens 3 Wochen vor Abflug, damit Karte und PIN rechtzeitig per Post ankommen.
Geoblocking der Hausbank prüfen: Manche Sparkassen und Volksbanken sperren Karten für das außereuropäische Ausland. Rufen Sie kurz an und lassen Sie Ihr Reiseland freischalten.
DCC-Falle am Automaten kennen: Wenn der Geldautomat Sie fragt, ob Sie in "Euro" oder der "lokalen Währung" abrechnen wollen: IMMER lokale Währung wählen! (Andernfalls drohen bis zu 10% Kursverlust).
PIN-Nummer merken: Im Ausland (besonders in den USA oder UK) wird beim Bezahlen mit der Kreditkarte oft die PIN verlangt, auch wenn Sie in Deutschland meistens nur unterschreiben.
Zwei Karten mitnehmen: Nehmen Sie immer mindestens zwei Karten von unterschiedlichen Systemen (z.B. 1x Visa, 1x Mastercard) mit und bewahren Sie diese getrennt voneinander auf (Diebstahlschutz).
Fallbeispiele: So viel Geld verschlingt das Auslandseinsatzentgelt
Fallbeispiel 1: Familienurlaub in der Türkei
Familie Müller verbringt 14 Tage in Antalya. Sie bezahlt Ausflüge, Restaurants und Souvenirs (insgesamt ca. 2.000 €) mit der Sparkassen-Karte in Türkischer Lira. Zudem hebt der Vater 4x Geld am Automaten ab. Die Kostenfalle: Die Bank berechnet 1,75% Auslandseinsatzentgelt (35 €) und 6 € pro Abhebung (24 €). Insgesamt verschenkt die Familie 59 € an unnötigen Bankgebühren, die mit einer Gratis-Reisekreditkarte vermieden worden wären.
Fallbeispiel 2: Roadtrip durch die USA
Sarah macht einen 3-wöchigen Roadtrip durch Kalifornien. In den USA bezahlt man selbst den kleinsten Kaffee mit Karte (insgesamt ca. 3.500 € Umsatz). Außerdem mietet sie einen Mietwagen, für den eine Kaution von 1.000 $ hinterlegt werden muss. Die Lösung: Sarah hat sich vorab eine "echte" Reisekreditkarte (Credit, nicht Debit) geholt. Sie spart dadurch über 65 € an Fremdwährungsgebühren. Zudem wird die Mietwagenkaution problemlos geblockt (bei Debit-Karten oder Girocards wird die Kaution oft abgelehnt!).
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Reisekreditkarten
Was ist das Auslandseinsatzentgelt?
Das Auslandseinsatzentgelt (auch Fremdwährungsgebühr genannt) ist eine Gebühr von meist 1,75% bis 2,00%, die traditionelle Banken erheben, wenn Sie in einer anderen Währung als dem Euro bezahlen oder Geld abheben.
Soll ich am Geldautomaten im Ausland in Euro oder in lokaler Währung abrechnen?
Wählen Sie IMMER die Abrechnung in der lokalen Währung (z.B. Baht, Lira, Dollar) und lehnen Sie die Umrechnung in Euro ("Conversion to EUR") vehement ab! Die sogenannte dynamische Währungsumrechnung (DCC) der Automatenbetreiber nutzt extrem schlechte Wechselkurse und kostet Sie bis zu 10% versteckte Gebühren.
Warum reicht meine normale Girocard (EC-Karte) nicht aus?
Außerhalb Europas werden klassische V-Pay oder Maestro Karten oft gar nicht erst akzeptiert. Selbst wenn sie funktionieren, schlägt Ihre Hausbank bei jeder Abhebung pauschal 5 bis 7 Euro plus prozentuale Fremdwährungsgebühren auf. Eine gute Reisekreditkarte erlässt diese Gebühren komplett.
Sind dauerhaft kostenlose Reisekreditkarten wirklich gratis?
Ja. Karten wie die von Barclays, der DKB, N26 oder der TF Bank haben keine Jahresgebühr. Die Anbieter verdienen Geld durch sogenannte Interchange-Gebühren (die der Händler zahlt, wenn Sie im Shop einkaufen) oder durch Kreditzinsen, falls Sie die Rückzahlungsoption auf "Ratenzahlung" statt auf 100%-Vollzahlung stellen.
Expertise im Reiserecht & Reisefinanzen
Unsere Ratgeber und Kalkulatoren basieren auf der Auswertung aktueller Preis- und Leistungsverzeichnisse deutscher Kreditinstitute.
Sie werden von unserem Team entwickelt, um Reisenden zu helfen, unnötige Bankgebühren und Touristenfallen weltweit zu vermeiden.
Wichtiger Hinweis: Bankkonditionen können sich ändern. Unser Rechner bietet fundierte Schätzwerte zur Veranschaulichung potenzieller Gebühren. Wir ersetzen keine persönliche Finanzberatung.
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